Katrin Vosswinkel

Ich denke, man kann sagen, "Charlotte" ist Schuld an meinem beruflichen Werdegang. "Lotte" war meine über alles geliebte Rottweilerhündin. Nun bin ich von Beruf Physiotherapeutin und hatte damals viele Hüftpatienten in therapeutischer Behandlung. Bei diesen Patienten wurde überwiegend eine Schmerz- und/oder Kräftigungstherapie durchgeführt. Was kann aber dem Menschen nutzen und dem Hund schaden?

So begann ich damals an "Lotte" die ersten Versuche der Krankengymnastik beim Hund durchzuführen. Wie das Leben so spielt, haben in den letzen Jahren viele Bekannte von meiner Therapie erfahren und diese hatten natürlich auch kranke Hunde, die ich therapieren sollte. Durch viel Literatur, Erfahrungsaustausch mit den anderen Hundetherapeuten, der Familie Woßlick, sowie mit anderen Physiotherapeuten, Krankengymnasten und Masseuren, durch Therapieversuche an den eigenen Hunden und eine optimale Umsetzung der Therapien aus dem Human- in den Hundebereich kamen immer neue Therapiemöglichkeiten hinzu.

Auch nun, viele Jahre später, hoffe ich, dass sich die Krankengymnastik beim Hund hierzulande noch viel mehr etabliert und bekannter wird, als sie es momentan schon ist. Denn man kann dem Hund helfen, eine Erkrankung und die daraus resultierenden Schmerzen erheblich lindern, die Lebensqualität verbessern und in einigen Fällen sogar eine Heilung erzielen.

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