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Wenn der letzte Weg beginnt.

Warum der Abschied vom Haustier mehr verdient als ein „Wird schon“

Für viele ist es mehr als „nur ein Tier“. Es ist ein Gefährte. Ein Vertrauter. Ein Teil der Familie. Wenn ein Hund, eine Katze oder ein anderes Haustier stirbt, hinterlässt das eine Lücke, die sich nicht so leicht schließen lässt. Trotzdem wird der Abschied oft beiläufig behandelt. „Ist ja nur ein Tier“, hören Betroffene manchmal – und ziehen sich zurück. Dabei hilft genau das Gegenteil: den Abschied bewusst zu gestalten. Und der Trauer einen Platz zu geben.

 

Ein Gastbeitrag von Petra Berghaus, Familientrauerbegleiterin.


Vorbereitung: Wenn das Tier alt oder krank ist

Der Tod kündigt sich oft leise an. Ein Blick wird müder. Die Tierarztbesuche häufen sich. Die Schritte werden langsamer. In dieser Phase hilft es, bewusst Danke zu sagen. Durch Berührungen. Worte. Eine letzte gemeinsame Lieblingsbeschäftigung. Auch das Schreiben eines Abschiedsbriefs kann heilsam sein.

Der Tag des Abschieds: Raum für Würde

Ob zu Hause oder im Tierkrematorium, ob im Rosengarten oder Tierfriedhof: Es lohnt sich, diesen Tag bewusst zu planen. Eine Kerze. Ein letzter Lieblingssnack. Sanfte Musik. Worte des Dankes oder ein kleines Gedicht. Auch persönliche Gaben wie ein Spielzeug oder ein Halstuch dürfen mitgegeben werden. Viele Tierhalter:innen berichten, dass sie sich im Rückblick genau an diesen Moment erinnern – und wie wichtig es war, nicht einfach „funktioniert“ zu haben.

Trauer danach: Was bleibt

Auch nach dem Abschied darf das Tier einen Platz behalten. In Gedanken. In kleinen Ritualen. Eine Kerze am Todestag. Ein Erinnerungsrahmen mit Foto. Ein Spaziergang an einem gemeinsamen Ort. Das Pflanzen eines Baums. Manche gestalten eine kleine Erinnerungskiste oder lassen sich vom Tierkrematorium einen Pfotenabdruck oder einen Diamanten aus der Asche herstellen. Es gibt hier kein richtig oder falsch. Andere sprechen noch lange mit ihrem Tier, innerlich oder laut. Auch das ist in Ordnung. Denn der Schmerz braucht Ausdruck.

Mein Impuls:

Wer den Abschied bewusst gestaltet, schafft Raum für Verbindung. Und für Heilung.

 

Über die Autorin:
Petra Berghaus ist Familientrauerbegleiterin, Sängerin und Illustratorin. Mit ihrem Trost-Tiger-Projekt möchte sie Trauer aus der Tabuzone holen – und zeigen, wie viel Kraft in kleinen, echten Gesten liegt. Ihr neues Buch Ich tröste dich! (OVIS Verlag) bietet Trostimpulse, Rituale und liebevolle Texte – für große und kleine Herzen in Zeiten des Abschieds.
Mehr unter: www.trost-tiger.de
Buch: https://www.trost-tiger.de/pages/trost-ratgeber-ich-troeste-dich

 

Fotos: KI generiert mit Gemini

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