Verletzungen, Hautprobleme und Infektionen gehören zu den häufigsten Gründen für einen Tierarztbesuch. Vor allem Freigänger leben gefährlicher als reine Wohnungskatzen.
Katzen gelten als geschickte Jäger, wendige Kletterkünstler und wahre Meister darin, brenzlige Situationen elegant zu meistern. Doch selbst die größte Geschicklichkeit schützt nicht vor Verletzungen oder Krankheiten. Eine aktuelle, repräsentative Umfrage zeigt, dass viele Katzenhalter innerhalb eines Jahres mindestens einmal mit ihrer Samtpfote eine Tierarztpraxis aufsuchen müssen.
Abenteuer haben ihren Preis
Besonders Freigängerkatzen genießen ihre Freiheit. Sie erkunden Gärten, streifen durch Felder, klettern auf Bäume und treffen dabei nicht selten auf Artgenossen. Genau diese Abenteuer machen sie jedoch anfälliger für Verletzungen. Biss- und Kratzwunden nach Revierkämpfen, Schnittverletzungen oder Unfälle gehören zu den häufigsten Gründen für einen Tierarztbesuch.
Laut einer aktuellen Umfrage der AGILA Haustierversicherung waren Verletzungen mit 16 Prozent der häufigste Anlass für einen Tierarztbesuch. Bei Freigängern lag der Anteil sogar bei 23 Prozent.
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Auch Haut und Fell bereiten häufig Probleme
Nicht nur Verletzungen beschäftigen Tierärzte regelmäßig. Haut- und Fellerkrankungen stehen ebenfalls weit oben auf der Liste. Parasiten wie Flöhe oder Milben, Pilzinfektionen oder allergische Reaktionen können starken Juckreiz verursachen und sollten frühzeitig behandelt werden.
Ebenso spielen Infektionskrankheiten eine wichtige Rolle. Gerade Freigänger kommen häufiger mit anderen Katzen in Kontakt und haben dadurch ein erhöhtes Risiko, sich mit Krankheitserregern anzustecken.
Wohnungskatzen sind oft besser geschützt
Die Umfrage zeigt einen deutlichen Unterschied zwischen Freigängern und Wohnungskatzen. Fast jede zweite Wohnungskatze blieb im vergangenen Jahr vollständig gesund. Bei Freigängern traf das dagegen nur auf rund 38 Prozent der Tiere zu.
Das bedeutet allerdings nicht, dass Wohnungskatzen grundsätzlich keine tierärztliche Betreuung benötigen. Auch sie können unter Zahnproblemen, Übergewicht, Harnwegserkrankungen oder chronischen Beschwerden leiden. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen helfen dabei, Krankheiten frühzeitig zu erkennen.
Die 5 häufigsten Gründe für einen Tierarztbesuch ( Erkenntnis der Agila-Befragung )
Vorsorge schützt die Gesundheit
Viele Krankheiten lassen sich durch regelmäßige Vorsorge zumindest teilweise verhindern oder früh erkennen. Impfungen, Parasitenprophylaxe sowie regelmäßige Gesundheitschecks gehören deshalb zu einer verantwortungsvollen Katzenhaltung. Wer Veränderungen im Verhalten, Appetit oder Bewegungsablauf seiner Katze bemerkt, sollte nicht lange zögern und tierärztlichen Rat einholen.
Gerade Katzen sind wahre Meister darin, Schmerzen zu verbergen. Umso wichtiger ist es, kleine Warnsignale ernst zu nehmen und frühzeitig zu handeln.
Text: Kerstin Schröter www.tierspiegel.de
Quelle: Repräsentative Befragung der AGILA Haustierversicherung in Zusammenarbeit mit Statista unter 1.264 Katzenhalterinnen und Katzenhaltern in Deutschland, April 2026.
Fotos: www.tierspiegel.de - teilweise mit KI optimiert