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Der Waschbär - Possierlicher Ganove, Untermieter im Haus, Scheune und Garten

Wer sich nicht ärgern will, kann dem kleinen Einbrecher einfach die Tour vermasseln

Da das Futter in der freien Wildbahn immer knapper wird, zieht es auch den Waschbären wie andere Wildtiere, in menschliche Wohnsiedlungen und dort befindet sich dann auch des Waschbären Schlaraffenland. Der possierliche kleine Ganove findet dort leicht Regenwürmer auf kurz geschorenem Rasen, Ost unter vernachlässigten Obstbäumen, Speisereste auf dem Kompost und in Mülltonnen sowie auch schon mal in Imbissbuden und das alles ganzjährig.


Wer sich nicht ärgern will und weiter ein Tierliebhaber bleiben will, kann mit einfachen Vorsichtmaßnahmen "dem kleinen Einbrecher die Tour vermasseln", indem man Müllabfälle unzugänglich aufzubewahrt, stabile verschließbare Komposter aufzustellt und Obstbäume durch 1 Meter hohe Blechmanschetten sichert. Auch sollte man kein Tierfutter draußen stehen lassen und Bäume und Sträucher, die ans oder übers Dach stehen, sollte man kürzen. Den Aufstieg zum Dach sollte man mit glatten, rutschigen Manschetten verhindern und Einstiege konsequent mit stabilen Baumaterial sichern. Schornsteine kann man mit starken Metallgittern für die kleinen Ganoven unzugänglich machen.  Eine mögliche Hilfe kann auch eine Elektrozaunanlage, nach dem Prinzip der Weidesicherung, sein!

Leider werden viele Waschbärmütter während der Brut- und Setzzeit durch in Gebäuden aufgestellten Fallen ermordet!  Das ist absolut niederträchtig und laut Jagd -und Tierschutzgesetz verboten und man gibt damit die Waschbärenkinder dem Hungertod preis.

Waschbär1Foto Copyright Ursula Laub

So machen Sie es richtig!

Wenn sie noch keine Vorsichtsmaßnahmen getroffen haben ihr Haus, ihre Scheune oder Garten zu sichern, lassen Sie bitte die Waschbärenmütter in Ruhe ihre Jungen großziehen. Die Waschbärenmutter zieht mit Ihren Jungen aus, wenn Sie ihr die Gelegenheit dazu geben und die jungen Waschbärchen der Mutter, im Alter von 6 bis 8 Wochen, folgen können. Danach könnnen Sie die Einstiegsmöglichkeiten wie beschrieben schließen und weitere vorsorgliche Vorsichtsmaßnahmen treffen!

Sollte die Mutter nicht mehr kommen, legen Sie ihre Jungen vorerst in einer Kiste unter einen Baum ab. In der Regel kommt die Mutter ihre Kleinen in der Dämmerung abholen. Sollte die Bärenmama das nicht tun, finden Sie bitte im Internet Waschbärenschützer, die Ihnen gerne weiterhelfen.

Wir Waschbärenschützer bekommen jedes Jahr hunderte von Hilferufen, nur weil Grundstücks- und Hauseigentümer sich nicht ian Gesetze, Regeln und hier beschriebene Vorsichtsmaßnahmen halten.

Bitte halten Sie sich an diese Regeln und Vorsichtsmaßnahmen! Alle Waschbären werden es Ihnen danken. Und wir Waschbärenschützer auch!
 

Ihre Ursula  Laub       

Text und alle Fotos Copyright Ursula Laub