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Wenn Futter für Pferde zur Belastung wird

Neue Risiken durch veränderte Erntebedingungen - Wie sich Klimawandel, Heuqualität und Stoffwechselprobleme gegenseitig verstärken.

Die klimatischen Bedingungen der letzten Jahre verändern die Grundlagen der Pferdefütterung spürbar. In vielen Regionen wechseln sich lange Trockenphasen während der Wachstumszeit mit zu feuchten oder zu kühlen Wetterlagen zur Erntezeit ab. Die Folge: Der optimale Schnittzeitpunkt wird immer häufiger verpasst und verschiebt sich teils deutlich nach hinten. Was dann geerntet wird, ist oft kein hochwertiges Grundfutter mehr, sondern überreifes, stark verholztes Gras. Heuanalysen zeigen bei solchen Chargen regelmäßig auffällige Werte: sehr hohe Rohfaseranteile, deutlich zu wenig Protein, erhöhte Zucker- und Energiegehalte sowie eine verstärkte mikrobielle Belastung. Für viele Pferde hat das gravierende Folgen – vor allem dann, wenn Heu ungeprüft und in freier Menge gefüttert wird.


Warum spätes Heu den Stoffwechsel belastet

Mit zunehmender Reife kann Gras den produzierten Zucker nicht mehr in Wachstum umsetzen. Stattdessen lagert die Pflanze diesen in ihren Zellstrukturen ein. Gleichzeitig sinkt der Eiweißgehalt deutlich. Das Resultat ist ein Futter, das viel Energie, aber kaum verwertbare Nährstoffe liefert. Viele Pferde reagieren darauf mit einem paradoxen Bild: Sie wirken aufgeschwemmt, nehmen an Gewicht zu, zeigen Kotwasser, verlieren an Leistungsfähigkeit oder entwickeln muskuläre und stoffwechselbedingte Probleme – selbst dann, wenn sie als leichtfuttrig gelten oder auf „Diät“ gesetzt werden. Der hohe Ligningehalt (Verholzung) steigert zwar den Rohfaserwert, doch stark verholztes Pflanzenmaterial ist für den Darm schwer verwertbar. Die Folge können Verdauungsstörungen und eine gestörte Darmflora sein.

Gemini Generated Image a779lza779lza779Foto: KI generiert mit Gemini

Unsichtbare Gefahr auf dem Feld

Ein weiterer kritischer Faktor ist die mikrobielle Belastung. Sehr spät geschnittenes Gras ist häufig bereits vor dem Mähen mit Pilzen besiedelt – vor allem, wenn viele abgestorbene Pflanzenteile auf dem Feld liegen und der Witterung ausgesetzt waren. Dabei entstehen Mykotoxine, die Leber, Darm und Immunsystem stark belasten können. Diese Gifte sind unsichtbar, geruchlos und bleiben oft lange unentdeckt – mit spürbaren Folgen für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden der Pferde.

Moderne Fütterung braucht Ausgleich 

Unter diesen Bedingungen reicht Heu allein nicht mehr aus, um den Bedarf des Pferdes zu decken. Notwendig sind gezielte Konzepte, die Defizite ausgleichen und den Organismus schützen:
• Versorgung mit Mineralstoffen und Spurenelementen
• Stabilisierung des Stoffwechsels
• Unterstützung von Leber und Darm
• Bindung und Ausleitung von Mykotoxinen


Hier haben sich die Produkte von medicaVET bewährt – seit 2004 im Einsatz für die Gesundheit von Pferden.


Fazit
Wer heute hochwertiges Grundfutter möchte, sollte lieber einen etwas früheren Schnitt in Kauf nehmen, als einen zu späten mit hohen Belastungen zu riskieren. Und dort, wo Qualität nicht optimal ist, braucht es gezielte Unterstützung. Denn nur ein ausgeglichener Stoffwechsel ist die Basis für Leistungsfähigkeit, Gesundheit und Wohlbefinden – gerade in Zeiten des Klimawandels. 

Text: Kerstin Schröter www.tierspiegel.de 

Alle Fotos: KI generiert mit Gemini

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Kerstin Schröter
Über den Autoren Kerstin Schröter
Meine größte Leidenschaft ist die unerschütterliche Verbindung zwischen Mensch und Tier. Sie ist der emotionale Motor hinter meiner über 30-jährigen Karriere in der Haustierbranche. Dieses tiefe Engagement fließt seit 2013 auch in den Tierspieg ...
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