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Für nachtaktive Tierfreunde – Hamster

Ob Goldhamster oder Zwerghamster – es sind perfekte Haustiere für nachtaktive Tierfreunde, die ihre Tiere nicht zum Streicheln oder Spielen, sondern zum Beobachten pflegen.

Die Suche nach dem richtigen Haustier für Kinder endet häufig beim Hamster – leider sind die Einzelgänger nachtaktiv. Wer sich nicht auskennt, kann also einiges falsch machen. Weswegen nicht direkt zwei Hamster kaufen? Weil diese sich im Normalfall gegenseitig umbringen. Lediglich Dsungaren, Campbells oder Roborowski-Zwerghamster würden sich verstehen, wenn es Geschwistertiere mit genug Platz sind. Oft genug klappt auch das nicht lange.

Das Leben eines Hamsters

Es gibt neben den Zwerg- und Mittelhamstern auch noch unseren heimischen Feldhamster, der zu den Großhamstern zählt. Alle Hamster sind sich im Wesen sehr ähnlich und stark durch ihre Instinkte beeinflusst. Diese sagen, dass die Nahrung knapp ist, sie ihr Revier gegen alle oder zumindest unbekannte Artgenossen verteidigen müssen und einen Vorrat für den Winter benötigen. Einige Hamsterarten machen sogar einen Winterschlaf, andere harren in ihrer Wohnhöhle aus und leeren die Vorratshöhle.

Ab dem Frühjahr werden Hamster aktiver. Wenn die Weibchen in Stimmung geraten, erdulden sie die Männchen. Gerade die kleineren Hamsterarten sind besonders fleißig. Junge Weibchen können noch im selben Jahr zur Oma werden, da der Nachwuchs nach einigen Wochen schon loslegt. Auch deswegen wäre immer zur Einzelhaltung zu raten.

goldhamsterGoldhamster - Foto: www.hamster-haltung.de

Zumindest streifen Hamster während der Dämmerung oder Nacht umher und suchen nach fressbaren Pflanzenteilen und kleinen Insekten. Oder sie graben im Boden, um einen Teil der Nahrung einzulagern. Während sie aktiv sind, bleiben sie immer vorsichtig, da sie überall Räuber befürchten.

Zumindest Zwerg- und Mittelhamster werden in der Regel maximal 18 bis 36 Monate alt, wenn sie nicht zuvor gefressen werden. Das Leben eines Hamsters ist also von stetiger Arbeit und einem frühen Tod gekennzeichnet.

Hamsterhaltung für Anfänger

Wer sich die Grundlagen der Hamsterhaltung verinnerlicht, kann nicht mehr viel falsch machen. Am einfachsten und sichersten ist es, immer nur einen Hamster zu halten. Auch dann, wenn mehrere Hamster in jeweils einem Käfig leben, dürfen diese nicht einmal direkten Sichtkontakt zueinander haben. Hamster wollen ihr Revier immerhin nicht teilen.

Das Leben im Hamsterrad ist nicht immer gesund, da es die kleinen Nagetiere überanstrengen kann. Besser ist es, wenn sie einen Käfig über mehrere Ebenen haben und alle paar Tage in einen Auslauf kommen. Hier können sie zugleich das nötige Frischfutter aus Kräutern, Gräsern und Zweigen erhalten, damit sie dieses nicht hamstern. Es könnte immerhin schimmeln.

Neben dem Trocken- und Frischfutter müssen Hamster immer frisches Wasser haben und etwas Kräuterheu als Reserve behalten.

Im Hamsterkäfig soll es eine Ebene geben, in der wenigstens 20 cm dick gestampfte Hobelspäne liegt. Diese soll mit Heu gemischt werden, damit sie stabiler ist. Hamster wollen immerhin buddeln. Sie wollen aber auch nagen, weswegen über dieser Ebene möglichst ein Rahmen ist, auf dem alles andere aufbaut. Dann können sie kein tragendes Ständerwerk durchnagen und erdrückt werden. Aber auch Schrauben darf es an den Stellen nicht geben, wo sie nagen.

Auf den oberen Ebenen können Hamster-Ecktoiletten, Mehrkammer-Hamsterhäuser, Sandbäder mit Chinchillasand oder andere Dinge stehen. Auf nagbaren Kunststoff ist jedoch zu verzichten.

campbell zwerghamsterCampbell Zwerghamster - Foto: www.hamster-haltung.de

Wichtig bleibt auch, dass die Abstände der Gitterstangen nicht zu breit sind. Hamster klettern gerne und können sich dann nicht festhalten. Haben sie mehrere Ebenen und weniger Höhe, überleben sie den Fall aber unbeschadet.

Wegen der Hygiene sollen Hamster-Ecktoiletten und verschmutzte Stellen täglich gereinigt werden. Die gestampften Hobelspäne wären aber alle zwei Wochen nur zu 50 % zu erneuern, weil Hamster sich sonst komplett neu einrichten müssten.

NoGos für Hamsterhalter

Gerne wird dem Besuch das Haustier gezeigt. Wäre es gerade am Tag, schlafen Hamster. Sie sollen nicht aus dem Schlaf gerissen werden, sonst sterben sie jung. Laute Musik und andere störende Faktoren sollte es also ebenfalls nicht geben.

Jede Hamsterart ist auf ihren Lebensraum spezialisiert. Hamster sollen also eine Ernährung erhalten, wie sie diese von Natur aus gewohnt sind. Ein für die Hamsterart passendes Trockenfutter und täglich etwas Frischfutter wäre gut. Farb- und Geschmacksstoffe sowie Zucker sollen sie nicht erhalten. Auch Fruchtzucker soll es nicht zu reichlich geben, gerade Campbells, einige Dsungaren, deren Hybriden und Chinesische Streifenhamster neigen zum Diabetes.

Auf keinen Fall darf es dem Hamster zu kühl oder zu warm werden. Eine Temperatur von gut 20° Celsius ist ideal. Mehr als 25° ist zu viel und unter 16° zu wenig. Gold- oder Teddyhamster können sogar in eine Phase zwischen Aktiv und Winterschlaf fallen, die tödlich endet.

Eine gemischte Haltung mit anderen Tierarten ist unüblich, vermutlich aus dem guten Grund, dass Hamster sich auf dem knappen Raum entweder bedroht fühlen oder aggressiv werden.

Den Hamster anfüttern

Begehrte Leckerchen sind getrocknete Mehlwürmer oder andere Futterinsekten. Hamster benötigen diese Quelle für tierisches Protein, zu viel soll es aber nicht werden. In einem guten Alleinfutter für Hamster sind solche Leckerchen enthalten. Wer sie aussortiert, kann sie dem Hamster reichen. Dieser wird sich schnell an seinen Nachtmenschen gewöhnen und gewiss viel Freude haben.

Weitere nützliche Informationen auch unter: www.hamster-haltung.de

 

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