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Hot Spot Foto Copyright www.medica-vet.deBerner Sennenhund mit Hot Spot

Viele Hunde und Katzen leiden unter ernstzunehmenden Hautproblemen, die sich in der Praxis auf den ersten Blick oft recht therapieresistent zeigen.

Ekzeme treten oft am und im Ohr, insbesondere aber auch an den Pfoten und zum Teil überall auf dem Körper auf. Leitsymptom ist Juckreiz, Hunde und Katzen beißen und kratzen sich solange, bis das Fell ausfällt, sich Schorf und Schuppen bilden und oft sogar regelrechte Infektionen mit wunden und offenen Hautbezirken die Folge sind. So entstehen wunde, blutige und teils eitrige Hautbezirke, welche dann als Hot Spots bezeichnet werden.

Ein Hot Spot ist eine lokal umgrenzte Hautinfektion, die sehr schmerzhaft ist. Beteiligt sind Keime und Bakterien. Diese dringen durch kleinste Verletzungen in die Haut ein und vermehren sich dann schlagartig. Eine dichte und dicke Unterwolle bietet ein ideales Brutklima für Bakterien und Keime. Rassen wie die Retriever, Berner Sennenhunde, Neufundländer oder Schäferhunde sind somit öfter betroffen als solche mit dünnerem Fell.

Ursachen von Hot Spots und Ekzemen

Diese finden sich häufig in allergischen Reaktionen, beispielsweise einer Futtermittelallergie, einer Grasmilbenallergie oder anderen in der Umwelt vorkommenden Allergenen. Auch kann der Befall mit Parasiten zu Ekzemen und Hot Spots führen, was jedoch eher selten ist, da diese in der Regel schnell erkannt und eliminiert werden.

Therapie der Hot Spots und Ekzeme

Soweit möglich sollten die betroffenen Stellen geschert werden, auch wenn das gerade bei langhaarigen Hunden nicht schön aussieht. Nur wenn Luft an die infizierten und entzündeten Stellen heran kommt, können Hot Spots und Ekzeme abheilen. Sinnvoll ist es, den Hund einmal wöchentlich mit einem desinfizierenden und rückfettenden Shampoo aus der Apotheke zu waschen. Danach sollten sämtliche Stellen mit einer milden desinfizierenden Lösung vorsichtig betupft werden. Bewährt hat sich zudem, sämtliche betroffenen Hot Spots und Hautbezirke dann mit PAA-Puder dünn zu bestäuben, um die betroffene Haut auf milde und schonende Weise auszutrocknen. Salben und Cremes wirken meist unproduktiv, da diese einen fetthaltigen Film auf der Haut hinterlassen und hierdurch nicht zur Abheilung führen.

In fast allen Fällen ist auch eine Futtermittelumstellung auf natürliche Nahrungsmittel ohne Zusatzstoffe sinnvoll.

Eine Ergänzung der Fütterung mit natürlichen B-Vitaminen und speziellen Ölen hat sich zudem als sehr effektiv gezeigt. Weiterhin haben sich Heilkräutermischungen zur Unterstützung von Haut und Fell und Förderung der Heilung bestens bewährt. Speziell auf die Haut abgestimmte Heilkräuter unterstützen den Hautstoffwechsel und helfen bei der Regulation geschädigter Haut. Auch vorbeugend ist eine Fütterung spezifischer Kräuter empfehlenswert, anders als bei homöopathischen Mitteln können Kräuter auch vorbeugend eingesetzt werden und die Fütterung dauerhaft ergänzen. Eine dauernde Fütterung beinhaltet keinen Gewöhnungseffekt und ist auch keinesfalls schädlich, im Gegenteil, Heilkräuter entfalten nur solange eine positive Wirkung, wie diese auch gefüttert werden.

Bewährt hat sich weiterhin eine homöopathische Therapie, welche jedoch unbedingt auf den individuellen Einzelfall abgestimmt werden sollte, um auch die homöopathischen Mittel anwenden zu können, die Erfolg versprechen. Viele vierbeinigen Patienten, die mittels einer Biofeld-Haaranalyse homöopathisch behandelt wurden, erfuhren mit ein wenig Geduld des Besitzers eine Symptomfreiheit und konnten von ihren Hautproblemen weitgehend befreit werden.

Eine homöopathische Behandlung „auf Verdacht“ bringt hingegen meist wenig Erfolg, da das Krankheitsbild individuell betrachtet werden muss, um die richtigen Mittel von zahlreichen in der Homöopathie für die Haut bestimmten Mitteln auswählen zu können.

Auch wenn der Hund oder die Katze offensichtlich Schmerzen haben, darf man nicht auf eigene Faust Schmerzmittel anwenden. Viele Medikamente, die der Mensch gut verträgt, können bei Hund und Katze zu starken Magenreizungen oder auch Magenblutungen führen.

Vorbeugung von Hot Spots und Ekzemen

Bürsten und Kämme mit scharfen Borsten sind ungeeignet, weil diese die Haut zerkratzen und Bakterien, Keimen und Pilzen Tür und Tor öffnen. Auch zur Vorbeugung haben sich spezielle Kräutermischungen mit Wirkungsrichtung Haut und Fell sowie die Gabe von natürlichen B-Vitaminen bestens bewährt. Auch spezielle Öle mit ihren zahlreichen essentiellen und entzündungshemmenden Fettsäuren versprechen eine ausgesprochen gute Wirkung auf Haut und Fell und dienen sowohl ergänzend einer Therapie wie auch der Vorbeugung.

"Obwohl ein bisschen Geduld des Tierbesitzers erforderlich ist, ist die Prognose in meiner Praxis sehr gut, dass Hunde und Katzen dauerhaft gesund werden und Hautprobleme der Vergangenheit angehören", so Claudia Nehls, Tierheilpraktikerin!

Über den Autoren

Claudia Nehls

Claudia Nehls

Claudia Nehls ist Tierheilpraktikerin aus Überzeugung. Sie heilte einst ihr eigenes, von Tierärzten aufgegebenes Pferd mit homöopathischen Mitteln. Begeistert absolvierte sie daraufhin gleich zwei Studiengänge der Tierheilkunde: Ein Direkt- und p ...