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Richtig anweiden will auch gelernt sein

Anweiden AnweidenEndlich Weidezeit. Das frische Grün macht Pferde glücklich.

Es müssen Vorbereitungen auf den Weiden getroffen werden!

Wenn im Märzen der Bauer die Rösslein einspannt, ist die erste Frühlingssonne nicht weit. Also wollen die Pferde hinaus ins Grüne. Aber so schnell schießen die Preußen nicht. Noch haben die meisten Pferde Weideverbot, weil erst einmal der Dünger aufgebracht werden muss. Das kann der Misthaufen sein, den Sie im vergangenen Jahr angelegt haben und der jetzt als Kompost für Auftrieb sorgen soll oder alternativ Mineraldünger, der über den Fachhandel zu beziehen ist. Lassen Sie sich da beraten; jeder Boden ist anders.

Vor dem Weidegang sollten Sie die Gelegenheit nutzen, Ihr Grünland genau unter die Lupe zu nehmen. Hat sich irgendwo Abfall oder gar Müll angesammelt? Stehen Latten oder Zaunreste über?

Anweiden Zaunreparatur kopie

Wurmkur

Jetzt ist auch die Zeit, dem Pferd eine Wurmkur zu verabreichen. Befreien Sie Ihr Pferd von Parasiten, die im Körper Ihres Pferdes nisten und innere Organe schädigen können. Es sind sogar Fälle bekannt, bei denen Würmer tödliche Koliken hervor gerufen haben.

Wenn alle diese Arbeitsvorgänge abgehakt sind, kommt endlich der Tag, an dem der Weidegang beginnt. Unsere Vierbeiner mögen das erste frische Grün, aber Vorsicht: Ein Zuviel kann für Vierbeiner sogar tödlich enden.

Gefahren

Ja, Sie haben richtig gelesen. Allerdings ist nicht das Gras die Ursache, sondern der übermäßige Genuss des frischen und jetzt stetig wachsenden Grünfutters. Zu lange haben Pferde auf frisches Gras, das voller Eiweiß und Kohlehydrate ist, warten müssen. Jetzt also langen sie gerne zu und überfressen sich schnell. Hufrehe, Koliken und Durchfall sind häufige Folgeerscheinungen. Im schlimmsten Falle enden diese Fress-Attacken mit dem Tod.

Da ist überlegtes Dosieren angesagt. Man sollte die Fress-Parzellen eingrenzen und die Fress-Intervalle steigern. Füttern Sie mor

Anweiden PortionsweideDie Portionsweide als sinnvolle Futtermaßnahme.

Dosiert füttern

Wichtig ist: Halten Sie Ihr Pferd im Auge. Und sparen Sie am Kraftfutter. Den Pferden genügt in dieser Jahreszeit erfahrungsgemäß Grünfutter, Heu und eventuell ein Mineralergänzungsfutter.

Hier sagen wir Ihnen, wie Sie erkennen können, ob Ihr Pferd zu viel Gras gefressen hat. Der Kot ist wässrig-weich, das Pferd neigt zur Unruhe, scharrt, wälzt sich, schwitzt, hat einen Blähbauch und verabscheut weiteres Grasfressen.

 

 

Wichtige Tipps:

  • Wirken Sie diesen Symptomen entgegen: Prüfen Sie desöfteren die Körpertemperatur und geben Sie Ihrem Pferd Heu.
  • Wenn sich nach ein- oder maximal zwei Tagen keine Besserung eingestellt hat, rufen Sie den Tierarzt.
  • Bei Anzeichen von Kolik sollten Sie aber nicht zögern oder warten! Hier gilt: Pferd von der Weide, Tierarzt sofort her. Das Gleiche gilt bei Hufrehe.

Text: Kerstin Schröter

Textquelle und Fotos mit der freundlichen Genehmigung des Fachredakteurs Heiner Wienkamp

Kerstin Schröter
Über den Autoren Kerstin Schröter
Bereits während meines Studiums fürs Höhere Lehramt für Gymnasien, LG Biologie/Sport, an der Universität in Hannover, fing ich mit der Arbeit für Werbeagenturen und Tiermagazine an. Ich habe also das Glück, in meinem Hobbybereich zu arbeiten, ...
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