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Hund im Schnee 3 Foto A. Holzknecht pixelio.deFoto © A. Holzknecht - pixelio.de

Winterjacken und Fellschuhe für Hunde sind meist unnötig ( können aber nützlich sein und warm und sauber halten )

Wenn die Temperaturen sinken und es draußen stürmt und schneit, ziehen Menschen ein paar wollene Socken, dicke Fellschuhe, zusätzliche Schichten Kleidung, Schal und Mütze an. Hunde tragen zwar Sommer wie Winter das gleiche Fell, doch dieses passt sich den geänderten Wetterverhältnissen an: Das Hundefell besteht aus dem Deckhaar und der so genannten Unterwolle, die sich mehr oder weniger dicht bildet, abhängig davon, ob sich Hunde primär in geheizten Räumen aufhalten oder im Freien leben.

Hund im Schnee 1 Foto A. S. pixelio.deFoto © A. S. - pixelio.de

 

Besonders nordische Hunderassen sind gut für den Winter gerüstet, da ihre Unterwolle sehr dicht ist und ihnen so selbst arktischer Frost nichts anhaben kann. Kurzhaarrassen, wie Dobermann oder Boxer besitzen zwar kaum Unterfell, frieren aber trotzdem im Winter nicht, wenn sie sich ausreichend bewegen. Ein gesundes Tier kann die mitteleuropäischen Temperaturen im Winter problemlos vertragen – auch ohne zusätzliche „Hunde-Winterjacke“. Kalt wird ihm erst, wenn es sich über längere Zeit reglos an einer Stelle aufhalten muss und auskühlt. Wenn ein Hund allerdings krank, geschwächt oder alt ist oder zu den kleinen, schlanken, kurzfelligen Rassen gehört, könnte ein Mäntelchen sinnvoll sein. Hierbei sollten Sie darauf achten, dass der Mantel nicht aus Plastik ist und den Körper des Tieres nicht abschnürt.

 

Doch wie sieht es mit den Pfoten aus? Frieren die nicht?

Auch Hundepfoten passen sich erstaunlich gut den unterschiedlichen Wetterbedingungen an. Ihre groben Krallen wirken wie Spikes, die sich bei schnellem Lauf in den Untergrund bohren und so für eine gute Bodenhaftung sorgen. Auf Salz oder Splitt, das im Winter gegen Eis und Schnee gestreut wird, sind die Tiere jedoch nicht vorbereitet: Scharfe Eiskanten und Firnschnee können an den ungeschützten Pfoten zu oberflächlichen bis tiefen Schnittverletzungen und Schürfwunden führen. Die gestreuten Splitsteinchen sind für die im Winter ohnehin empfindlichere Ballenhornhaut oft schmerzhaft, und nicht selten spießt sich sogar ein Steinchen in die feuchte und daher recht weiche Pfotenhaut ein. Streusalz kann in kleinen Hornhautrissen unangenehm brennen und zu Verätzungen führen.

Hund im Schnee 2 Foto tutto62 pixelio.deFoto © tutto62 - pixelio.de

Wieder zu Hause beginnen die Tiere dann ihre schmerzenden Pfoten intensiv zu lecken, wodurch zusätzlich noch Keime in die kleinen Wunden und Verletzungen einmassiert werden. Die Folge sind Leckekzeme, Zwischenzehenekzeme, eitrige Hautentzündungen und Bewegungsunlust durch wunde, schmerzhafte Pfoten, eventuell sogar Pilzbefall, da die Haut als Schutzbarriere defekt ist. Auf das Ablecken größerer Salzmengen reagieren magenempfindliche Tiere zudem mit Verdauungsstörungen oder Erbrechen.

 

Vorbeugend können Sie vor dem Spaziergang die Pfoten des Hundes mit Pfotenbalsam, Schutzspray oder aber Melkfett oder Vaseline einreiben, damit sich keine Eisklumpen, Salz oder Matsch zwischen den Zehen oder Ballen festsetzen können. Darüber hinaus sollten Sie darauf achten, dass Ihr Hund möglichst neben dem Gehweg im Gras oder Schnee läuft, und für größere Spaziergänge nach Möglichkeit ungestreute Waldwege oder Wiesen aussuchen. Sind die Pfoten doch in Kontakt mit dem Salz gekommen, sollten sie mit lauwarmem Wasser oder besser Käsepappeltee (Eichenrindentee) abgespült werden. Sind die Pfotenballen bereits rissig oder wund, so ist Hirschtalgcreme (erhältlich in jeder Apotheke) ein bewährtes Hausmittel. Damit sich der Hund die Salbe nicht sofort ableckt, kann man (eventuell über Nacht) einen Salbenverband anlegen und so genannte Booties darüber ziehen. Solche im Fachhandel erhältlichen Pfötchenschuhe eignen sich gut, wenn der Hund eine verletzte Pfote hat, die sauber gehalten werden muss. Ein gesundes Tier benötigt diesen Schutz meisten aber nicht.

 

Text: www.dgk.de

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