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Mit dem Hund wandern

Wandern gehört für unternehmungslustige Menschen mit Hund zu einer der beliebtesten Freizeitaktivitäten! Aber … das Wandern mit Hund erfordert auch eine gute Planung!

Alt und Jung haben Freude daran aktiv in der freien Natur unterwegs zu sein und das Wandern stellt gerade auch für den Hund eine willkommene Abwechslung zum Alltag dar. Außerdem gibt es eine große Anzahl von Hunderassen, für die ausreichend Bewegung sehr wichtig ist, um möglichst gesund, fit und ausgeglichen zu bleiben. Gemeinsame lange Ausflüge festigen den Teamgeist und das Vertrauen zwischen Halter und Hund und stärken deren Bindung. Aber … das Wandern mit Hund erfordert, nicht nur das richtige Hundegeschirr und Zubehör, sondern auch eine gute Planung!

Zunächst einmal muss die Wanderstrecke nicht nur der eigenen Fitness, sondern auch der körperliche Verfassung des Hundes entsprechen. Die Route muss auch für den Hund gut zu bewältigen sein und der Weg sollte möglichst wenig asphaltiert sein. Man sollte sich vorab informieren, ob auf der Strecke eine Leinenpflicht besteht, damit man auch eine lange Lauf- oder Schleppleine dabei hat!

DSC 100 Wandern mit Hund 3Wenn die Vorbereitungen gut sind, wird auch die Wanderung ein besonderes Erlebnis! Foto Copyright: julius-k9.com/de/

Darauf sollte man bei der Wanderung mit Hund achten!

Das Alter des Hundes ist immer zu berücksichtigen und die Wanderstrecke muss dem entsprechend angepasst sein, denn für ältere Hunde und Hundesenioren kann eine lange Wanderung sehr belastend sein. Wenn man das Alter seines Hundes in Menschenjahre umrechnet, sollte man eine Vorstellung davon haben, was zu schaffen ist und was nicht!

Hunde unter einem Jahr sollte man auf keine ausgedehnten Ausflüge mitnehmen. Denn Sehnen, Bänder und Gelenke sind noch nicht ausgewachsen und bei Junghunden im Wachstum können durch Überbelastungen z.B. OCD oder HD begünstigt werden.

Man sollte nur mit einem gesunden Hund wandern gehen! Wenn der Hund das Wandern bereits gewohnt ist, kann die Wanderroute ruhig etwas anspruchsvoller sein. Ansonsten muss man den Hund langsam an das Wandern heranführen! Der Hund soll auf keinen Fall überfordert werden und der Schwierigkeitsgrad sollte nur in kleinen Schritten gesteigert werden.

DSC 100 Wandern mit Hund 4Wenn man alles nochmal ordentlich gecheckt hat, kann der lange Ausflug beginnen! Foto Copyright: julius-k9.com/de/

Man muss immer ausreichend Wasser und Futter dabei haben! Je nach Wanderlänge und deren Dauer muss man ausreichend Wasser und Futter für den Hund bereit haben und auch Leckerlis zur Belohnung schaden nicht. Praktisch sind Hundetrinkflaschen oder faltbare Trink- und Fressnäpfe.

Man sollte man auf langen Wanderungen immer eine normal lange Leine und eine auffällig gefärbte Schleppleine dabei haben und wenn möglich, einen Laufgurt tragen.

Wichtig ist im Vorfeld jeden Ausflugs aber auch, dass der Hund die Grundkommandos „Fuss“, „Sitz“ und „Platz“ sehr gut beherrscht und dies auch in einer unbekannten Umgebung, in der er ggf. abgelenkt werden kann, wie z.B.  durch andere Hunde, andere Wanderer, Tiere etc. und er auch sehr gut abrufbar ist. Auf Nummer sicher geht man im Wald immer, wenn der Hund an der Leine läuft und diese kann man praktischerweise an einem speziellen Laufgurt befestigen, der wie ein Gürtel an der Hüfte getragen wird und es ermöglicht beide Hände frei zu haben.

Auf einer langen Wanderung sollte der Hund auch immer an einem geeigneten Hundegeschirr statt an einem Halsband laufen oder geführt werden, da dies schonender und geeigneter für den Hund ist! Es gibt hierzu geeignete Hundegeschirre, wie das flexible Longwalk Y-Geschirr, das extra für lange Wanderungen konzipiert wurde und sich den Bewegungen in allen Situationen während des Laufens anpasst!

DSC 100 Wandern mit Hund 5 copyMit dem geeigneten Hundegeschirr und dem richtigem Zubehör wandert es sich besser! Foto Copyright: www.julius-k9.com/de/

Im Sommer und bei Hitze muss unbedingt darauf geachtet werden, dass der Hund keinen Sonnenstich oder Hitzschlag erleidet. In der heißen Mittagszeit und der prallen Sonne wandert man mit Hund nicht. Wenn doch, dann wandert man nur durch den kühleren Wald im Baumschatten! Routen die am Wasser entlang führen eignen sich auch besonders im Sommer. Der Hund und auch man selbst kann sich dort dann gelegentlich abkühlen und vielleicht auch eine kleine Spielpause auch mit für Wasser geeignetem Hundespielzeug einlegen.

Sollte der Hund sich verletzen, ist ein Erste-Hilfe-Set, das mit mindestens Verbandsmaterial, Desinfektionspray, Pflaster, Rettungsdecke und einer Zeckenzange gefüllt ist.

Zuletzt ist darauf hinzuweisen, dass man ausreichend Pausen während des Wanderns einplant. Denn auch der fitteste Hund braucht Erholungsphasen auf langen Ausflügen.

Wenn man all diese wichtigen Aspekte beachtet, wird es eine tolle lange gemeinsame Wanderung.

Viel Spaß!


Text: Kerstin Schröter / Tierspiegel

Alle Fotos Copyright: www.julius-k9.com/de/

 

Kerstin Schröter
Über den Autoren Kerstin Schröter
Bereits während meines Studiums fürs Höhere Lehramt für Gymnasien, LG Biologie/Sport, an der Universität in Hannover, fing ich mit der Arbeit für Werbeagenturen und Tiermagazine an. Ich habe also das Glück, in meinem Hobbybereich zu arbeiten, ...
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