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Katzenschnupfen – immer ein Fall für den Tierarzt!

Der Begriff „Katzenschnupfen“ klingt zunächst einmal relativ harmlos – dabei steckt hinter der Bezeichnung eine ernst zu nehmende Erkrankung, deren Therapie durchaus anspruchsvoll sein kann. Beim Verdacht auf Katzenschnupfen ist deshalb eine frühzeitige Diagnose und eine entsprechende Behandlung essentiell. Darüber hinaus können Katzenbesitzer einiges tun, um das Immunsystem ihrer Katze zu unterstützen und somit bestenfalls einem Katzenschnupfen vorzubeugen.

Als Katzenschnupfen werden infektiöse Erkrankungen der Atemwege und Schleimhäute im Kopfbereich von Katzen bezeichnet.

Eine Ansteckung erfolgt meist direkt über den Kontakt zu einer erkrankten Katze, jedoch kann eine Übertragung auch durch Tröpfcheninfektion, etwa durch den Menschen oder durch Futtermittel, geschehen. Die Erkrankung wird anfänglich meist von Viren – häufig Herpesviren – ausgelöst. In der Folge erleichtert das durch die Infektion geschwächte Immunsystem auch weiteren Erregern wie Bakterien oder anderen Viren ein Eindringen.

Je nach ursächlichem Erreger können Verlauf und Symptome des Katzenschnupfens unterschiedlich ausfallen. Typisch sind aber Fieber, Niesen, ein starker Ausfluss aus Nase und Augen, häufig in Verbindung mit einer Bindehautentzündung. Auch Atembeschwerden, Husten oder in schlimmeren Fällen auch eine Lungenentzündung können auftreten. Erkrankte Tiere zeigen außerdem klassische Krankheitszeichen wie etwa Müdigkeit, Lethargie oder Gewichtsverlust.

12211328 908737275872219 1574390841 oFoto: Copyright Kerstin Schröter - tierspiegel.de

Schon beim Verdacht auf einen Katzenschnupfen sollten Katzenhalter Ihren Vierbeiner beim Tierarzt vorstellen, da die Erkrankung – wird sie nicht schnell genug erkannt und therapiert – chronisch werden und Folgeschäden nach sich ziehen kann.

Der Tierarzt erkennt einen Katzenschnupfen meist schon aufgrund der typischen Symptome. Mittels eines Schleimhaut-Abstrichs kann er die vorliegenden Bakterien genau bestimmen und so eine eindeutige Diagnose stellen. Ein Bluttest gibt Aufschluss über den ursächlichen Virustyp. Dies ermöglicht eine gezielte Behandlung des Katzenschnupfens: Die durch den Tierarzt eingeleitete Therapie richtet sich dann vor allem auch nach den auftretenden Symptomen. Die Gabe eines Antibiotikums soll Sekundärinfektionen mit Bakterien bekämpfen, bei einigen Patienten ist der Einsatz von Arzneimitteln zur Stärkung des Immunsystems indiziert. Bei Katzen die nicht genug Flüssigkeit aufnehmen kann es zudem notwendig sein, Infusionen zu verabreichen. Auch die ausreichende Aufnahme von Futter muss sichergestellt sein. Fressen die Katzen nicht genug kann die Ernährung über eine Sonde fortgeführt werden. Biologische Arzneimittel können in der Akutbehandlung den Heilungsprozess unterstützen. Bis die Erkrankung ausgeheilt ist, dürfen freilaufende Katzen keinesfalls die Wohnung verlassen.

Besonders gefährdet für Katzenschnupfen sind nicht geimpfte Tiere, Jungkatzen, Freigänger und Katzen mit geschwächtem Immunsystem.

Die wichtigste Vorbeugungsmaßnahme gegen Katzenschnupfen ist die Schutzimpfung: Bereits mit acht Wochen sollten Jungkatzen zum ersten Mal gegen Katzenschnupfen geimpft werden, um möglichst früh eine Grundimmunisierung zu entwickeln. Auch die folgenden Wiederholungsimpfungen müssen für einen ausreichenden Schutz erfolgen. Entscheidend ist aber auch ein stabiles und intaktes Immunsystem, um Erreger erfolgreich abwehren zu können. Faktoren, die das Abwehrsystem schwächen – etwa Stress, ungünstige Haltungsbedingungen oder unzureichende Ernährung – sollten deshalb vermieden werden. Katzenhalter können die Immunabwehr Ihres Vierbeiners aber auch aktiv fördern und stärken – gut geeignet sind hierfür biologische Arzneimittel.

Weitere Informationen zur Gesundheit von Katzen und zum Thema Katzenschnupfen finden Sie unter www.vetepedia.de

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